Podiumsdiskussion zu Breitband und 5G

06.09.2019
Podiumsdiskussion zu Breitband und 5G

Bürgermeister Stefan Jöchl gelang es, den CEO des Full-Service-ISP Magenta, Dr. Andreas Bierwirth, sowie die Bundesministerin für Wirtschaft und Digitalisierung a.D. und frühere A1-CEO, Dr. Margarete Schramböck für einen Informationsabend ins Kulturhaus Reith zu holen. Die BBSA durfte mit ihrem GF Arno Abler als Dritter im Bunde den bundesweit besonderen “Tiroler Weg” im Breitbandausbau in die Diskussion einbringen.

Andreas Bierwirth ging in seinem Kurzreferat ausführlich auf die aktuellen Sorgen bzgl. einer allfälligen Gesundheitsgefährdung von 5G von Teilen der Bevölkerung ein und stellte dabei klar, dass die derzeit eingesetzte 5G-Technik sich nicht von der bisher angewandten LTE-Technik bzw. WLAN unterscheidet und für künftige (Zeithorizont ca. 10 Jahre) hochperformante Frequenzen jedenfalls gesundheitliche Evaluierungen notwendig sind.

Margarete Schramböck strich die Bedeutung der Digitalisierung für Österreich im internationalen Wettbewerb und dabei vor allem die wichtige Rolle der klein- und mittelständisch strukturierten Wirtschaft hervor, die unseren Standort weltweit einzigartig macht und hohes Innovationspotenzial bietet.

Arno Abler berichtete über die Besonderheit, dass in Tirol die Gemeinden den Breitbandausbau in ihrem eigenen Wirkungsbereich betreiben und damit sehr effektiv an einer flächendeckenden Versorgung arbeiten. Ziel ist es, die passive Infrastruktur sowohl der Ortsnetze als auch der 5G-Netze in kommunaler Hand zu errichten und den Providern sehr kostengünstig und in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen einer regen Diskussion mit Fragen nach der Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit von 5G einerseits und den tatsächlichen Faktoren zu allfälligen gesundheitlichen Auswirkungen der neuen Technologie andererseits wurden von den Referenten zahlreiche wenig bekannte Details zu diesem Themenkomplex wie das 5G-Energiekonzept, MIMO und Beamforming, Frequeznbänder, Senderdichte und der SAR-Wert von Mobiltelefonen, welcher der wichtigste Faktor der beim Mensch ankommenden Strahlenintensität darstellt, erläutert.

Bgm. Stefan Jöchl verwies am Beispiel von Reith auf die Anforderungen und Möglichkeiten der Gemeinden, ihren Bürgern eine leistungsfähige Telekommunikationsinfrastruktur zur Verfügung zu stellen und bedankte sich bei den Referenten mit einer Flasche “Reith light” aus Langenlois.

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