„Glasfaserpakt für Tirol“ besiegelt

11.08.2020
„Glasfaserpakt für Tirol“ besiegelt

Am gestrigen Montag, 10. August 2020, fand in Innsbruck die offizielle Unterzeichnung des „Glasfaserpakts für Tirol“ statt. Das Land Tirol schließt diese Kooperation mit den Tiroler Gemeinden sowie 13 Internet-Service-Providern, die bereits ihre Dienste auf kommunalen Glasfasernetzen in Tirol anbieten. Kern des Paktes ist es, dass die Gemeinden ihre von Land und Bund geförderten Glasfasernetze zu günstigen Konditionen allen Providern, die dazu bereit sind, unter gleichen, transparenten und fairen Bedingungen zur Verfügung stellen. Diese bieten ihre Dienste daraufhin den Unternehmen und BürgerInnen zu attraktiven Tarifen an und verzichten auf den weiteren Ausbau einer eigenen Netzinfrastruktur. Die Gemeinden beschränken sich auf die Bereitstellung, Servicierung und Weiterentwicklung ihres hochqualitativen und zukunftsfitten Glasfasernetzes. Die dem „Glasfaserpakt“ zugrundeliegenden Verträge und Prozesse wurden von der landeseigenen Breitbandserviceagentur Tirol in den letzten Monaten mit allen beteiligten PartnerInnen erarbeitet.

LH Günther Platter (vorne, 3. von li.), LRin Patrizia Zoller-Frischauf (vorne, 4. von li.), Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf (vorne, 2. von li.) und Arno Abler, Geschäftsführer der landeseigenen Breitbandserviceagentur (vorne, 1. von li.) mit den Vertretern von 13 Internet-Betreibergesellschaften bei der Unterzeichnung des „Glasfaserpakts für Tirol“.

„Mit dem Tiroler Glasfaserpakt wurde eine österreichweit einzigartige Partnerschaft zum Wohle der Bevölkerung und der heimischen Wirtschaft besiegelt. Damit werden Synergien genutzt anstatt aneinander vorbei zu bauen. Davon profitieren in Summe alle – sowohl die Gemeinden als auch die Betreibergesellschaften und vor allem die Bürgerinnen und Bürger. Der gemeinsame und erfolgreiche Tiroler Weg im Breitbandausbau wird damit noch effizienter gemacht“, betont LH Günther Platter.

„Damit Digitalisierung funktionieren kann, brauchen wir die entsprechende Infrastruktur. Eine leistungsfähige Glasfaseranbindung in den Gemeinden ist in der heutigen Zeit unabdingbar. Unser Auftrag ist es, eine verlässliche Glasfaserinfrastruktur – insbesondere in ländlichen Regionen zu gewährleisten, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern, Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu halten und Zukunftsperspektiven zu schaffen. Mit der getroffenen Vereinbarung sorgen wir für eine Bündelung aller Kräfte und sichern unseren Wirtschaftsstandort für die Zukunft ab“, erklärt Digitalisierungslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Denn nicht zuletzt gehe es auch um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und darum, den heimischen Unternehmen das beste Netz zur Verfügung zu stellen, um der Abwanderung von Betrieben vorzubeugen und die Ansiedlung neuer Unternehmen zu ermöglichen.

„Die Tiroler Gemeinden haben in den vergangenen Jahren in unterschiedlicher Intensität am Ausbau des Glasfasernetzes mit guter Unterstützung durch das Land Tirol gearbeitet. Dass das Land Tirol diese Bemühungen bis 2023 mit insgesamt 100 Millionen Euro weiter befeuert ist höchst erfreulich, weil nur so diese zeitgemäße Infrastruktur die peripheren Landesteile erreichen wird und damit dem ländlichen Raum entsprechende Impulse geben kann“, sagt Ernst Schöpf, Präsident des Tiroler Gemeindeverbandes.

Erfolgreiche Breitbandoffensive des Landes

Seit dem Jahr 2014 unterstützt die Breitbandoffensive des Landes Tirol die Tiroler Gemeinden mit jährlich zehn Millionen Euro bei der Schaffung von nachhaltigen, öffentlichen Glasfaserinfrastrukturen. Bis 2023 stellt das Land Tirol insgesamt 100 Millionen Euro für den Ausbau des ultraschnellen Internets mit zukunftsfähigen Glasfaserleitungen zur Verfügung, inklusive der eigenen Förderprogramme für Hochschulen und Unternehmen wie etwa der Förderung betrieblicher Breitbandanschlüsse. Mit der Glasfaserförderung für Privathaushalte wurde der Breitbandmasterplan des Landes zuletzt um einen entscheidenden Mosaikstein erweitert.

Laut dem letzten Evaluierungsbericht des Bundes aus dem Jahr 2019 ist Tirol Spitzenreiter bei der Verbesserung der Versorgung. Im Vergleich zu 2014 wurden in Tirol bis dato 119.400 Wohnsitze neu versorgt, das sind 60 Prozent aller damals unterversorgten Wohnsitze. „Aktuell haben wir über 60 Millionen Euro an Landesmitteln in den Breitbandausbau investiert. Hier kommen noch über 58,7 Millionen Euro an Bundesmitteln hinzu, die wir für Tirol abholen konnten“, informiert LRin Zoller-Frischauf.

Factbox: Die Kooperationspartner

Land Tirol, Tiroler Gemeindeverband, A1 Telekom Austria, Magenta, Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), Stadtwerke Schwaz, Stadtwerke Wörgl, Tirolnet, Telenet Reutte GmbH, Planet Digital, Citynet Stadtwerke Hall/HALLAG Kommunal GmbH, Ortswärme St. Johann, Wierer GmbH, Kathrein Glasfaser, Elektro Bischofer

Sei kein Gefangener der Vergangenheit:
Internet Explorer ist für unsere Technologie zu alt!
Bitte verwende einen der folgenden Browser!