Breitbandausbau Tirol – Verantwortung und herausragende Leistungen von Tiroler Gemeinden!

20.01.2020
Breitbandausbau Tirol – Verantwortung und herausragende Leistungen von Tiroler Gemeinden!

Die Entscheidung einer Gemeinde, selbst die passive Infrastruktur eines Glasfasernetzes (Lichtwellenleiter- / LWL-Netz) in ihrem Gemeindegebiet zu realisieren, stellt eine strategisch zukunftsweisende, nachhaltige Investitionsentscheidung dar. In den Strategiedokumenten der EU, des Bundes und der Länder wird klar herausgearbeitet, welche Bedeutung Breitbandnetze für den Wirtschaftsstandort und die zukünftige Entwicklung eines Gebietes haben.

Da private Netzbereitsteller nur dort investieren, wo die Bevölkerungsdichte ausreicht, um Gewinne zu erzielen, entsteht ein Stadt-Land Gefälle, eine sogenannte digitale Kluft. Förderprogramme sollen dem entgegenwirken, ermöglichen einen flächendeckenden Ausbau und unterstützen insbesondere dort, wo Bedarf besteht. Eine Chance, die Gemeinden wahrnehmen sollten und dies auch tun!

Über 180 Gemeinden in Tirol sind sich der Bedeutung der Glasfaserinfrastruktur bewusst, sehen sie gleichwertig mit Gemeindeinfrastrukturen wie Wasser, Energie und Verkehr. Sie bauen ein LWL-Netz in Gemeindeeigentum aus, stellen die Infrastruktur den Providern wie z.B. A1, Magenta, tirolnet oder regionalen Stadtwerken gegen Entgelt zur Verfügung und gewährleisten damit eine Breitbandversorgung im Gemeindegebiet.

  • Betriebswirtschaftlich ist dies sinnvoll, da Gemeinden aufgrund der hohen Förderquoten Gebiete erschließen (können), welche von privaten Netzbereitstellern nicht bzw. nicht in erforderlicher Qualität und Ausdehnung (bezogen auf die Bandbreite und den zukünftigen Bedarf) versorgt werden.
  • Technisch erfolgt die Investition in eine zeitgemäße (passive) Infrastruktur, welche sehr langlebig ist (Leerrohrnutzung mindestens 30-50 Jahre), wenig wartungsintensiv ist (keine Stromzufuhr auf passiver Ebene, zumeist erdverlegt) und in ihren Kapazitäten (Medium Glas und Licht) kaum Grenzen kennt.
  • Die Verfügbarkeit von Breitbandinternet sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinde, gewährleistet Standortsicherheit und Deckung des zukünftigen Bedarfs an Datenraten.

Die weitaus überwiegenden Kosten eines LWL-Netzes entstehend durch die Tiefbaumaßnahmen. Durch Mitverlegung von Rohren bei anderen Grabungsarbeiten im Gemeindegebiet, Mitnutzung von bestehender Infrastruktur, Nutzung interimistischer Verlegemethoden und langfristige strategische Verlegeplanung können die Investitionskosten für die Gemeinde drastisch gesenkt werden. Hinzu kommen hohe Fördersätze des Bundes und des Landes Tirol, in Gebieten wo sich eine Unterversorgung zeigt. So ist der LWL-Ausbau für viele Gemeinden realisierbar und die Standortsicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinden und des Landes Tirol gewährleistet.

Die Gemeinde hat den Ausbau selbst zu verantworten, für die Planung, Ausführung und den Betrieb Sorge zu tragen, Unternehmen zu beauftragen, Fördergelder zu beantragen, Vereinbarungen / Verträge zu schließen und auf den Rückfluss der eingesetzten Eigenmittel zu achten bzw. die Netzeinnahmen zu fördern. Als Endergebnis entsteht ein Gemeindenetz, welches über Jahrzehnte die Breitbandversorgung in der Gemeinde gewährleistet.

Die Breitbandserviceagentur Tirol GmbH (BBSA) als 100% Tochter des Landes Tirol berät und unterstützt Tiroler Gemeinden beim Breitbandausbau kostenlos. Es werden für die Gemeinden Standards und Empfehlungen bereitgestellt, die auf Grundlage rechtlicher, technischer und kaufmännischer Vorgaben und Klärungen erarbeitet werden.

Kontaktieren Sie uns gern bei Beratungs- und Informationsbedarf.

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